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Ev. Kirchengemeinde Rosbach

Gemeinde in Zeiten von Corona

Vielleicht empfinden Sie es auch: Die Selbstverständlichkeiten von früher sind auf einmal nicht mehr selbstverständlich: Bewegungsfreiheit, Hände reichen, Umarmen, Gottesdienstbesuch, Gemeindegruppen, Chorgesang, Gesundheit und Arbeit – all das ist auf einmal gar nicht mehr oder nur mit großen Einschränkungen möglich. Der Virus hat die Welt auf den Kopf gestellt. Und er zieht alle in seinen Bann: Die Tagesschau, die Zeitungen, das Internet und auch unsere Gemeinde. Keine Veranstaltungen, keine Gottesdienste, keine Hausbesuche. So ruht auch das Gemeindeleben weitgehend. Ruht damit auch der Glaube oder gar Gottes Liebe zu uns?

 Im Römerbrief schreibt der Apostel Paulus „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben […] weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8,38-39) Was für eine Zusage: Auch die Kreatur „Coronavirus“ kann uns nicht von Gottes Liebe trennen. Diese Zusage gilt uns persönlich und sie verbindet uns untereinander. Diese geistliche Verbindung durch Gottes Liebe dürfen wir auch in diesen Zeiten kreativ leben:

  • Im Gebet füreinander und für diese Welt miteinander verbunden bleiben: Dazu rufen unsere Glocken dreimal täglich auf. Morgens, mittags und abends erinnern sie uns ans Gebet. Übrigens: Ein Vaterunser geht immer. Beim Händewaschen haben Sie damit einen zuverlässigen Zeitindikator.

  • Durch Anrufe, Briefe, E-Mails oder Textnachrichten Kontakt halten: Unsere Pfarrer, Mitarbeiter und Gemeindebüro sind nach wie vor erreichbar.

  • Durch Gottes Wort Ermutigung und Trost erfahren und weiter geben: Täglich bietet unser Kirchenkreis hier eine Andacht aus der Region.

  • Durch Gottesdienste in den Medien die Gemeinschaft mit anderen Christen spüren: Auf unserer Homepage finden Sie hier passend zum jeweiligen Sonntag oder Feiertag einen Gottesdienst aus den letzten Jahren zum download und anhören.

Wir hoffen, nach der Corona-Krise das „normale“ Gemeindeleben wieder aufzunehmen. Dann hoffentlich mit Hände reichen und Umarmen, mit Einander zulächeln und gemeinsamen Essen. Bis dahin bleiben wir in Kontakt: Durch unsere Homepage, unsere Schaukästen und das Mitteilungsblatt. Sowie persönlich durch Anrufe und Mitteilungen. Und geistlich im Gebet füreinander und für diese Welt. Denn nichts kann uns von Gott und seiner Liebe trennen.

Ihr Pfr. Oliver Cremer

[gekürzte und angepasste Version des Vorwortes im Gemeindebrief 253]

 

 

Tageslosung

Tageslosung von Mittwoch, 08. April 2020
Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
Eure Traurigkeit soll zur Freude werden.

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